50 Jahre AUMUND in Rheinberg:
Eindeutiges Bekenntnis zum Standort


Als Günther Claus Aumund am 17. November 1955 die ehemalige Landmaschinenfabrik Pötters an der Saalhoffer Straße in Millingen ersteigerte, erhielt der Rechtsanwalt und Unternehmer aus Homberg damit auch den Zuschlag für eine erfolgreiche Unternehmensexpansion in Rheinberg. Heute, 50 Jahre später, bekennt sich Franz-Walter Aumund, geschäftsführender Gesellschafter in dritter Generation, nachdrücklich zum Standort Rheinberg. Der Enkel des Firmengründers führt die weltweit operierende Unternehmensgruppe mit ihren über 300 Mitarbeitern und steht für die weltweite Präsenz des mittelständischen Unternehmens mit einem Exportanteil von mehr als 90 Prozent.

Die Ausgangssituation für Günther Claus Aumund bei der Zwangsversteigerung war damals alles andere als rosig, sah es doch zunächst so aus, als würde die kleine Immobilie samt Land in den Besitz eines Mitbieters wechseln. Der Zuschlag für Aumund kam in allerletzter Minute. Die Hand im Spiel hatte hier im wahrsten Wortsinn Ilse Aumund, Ehefrau von Günther Claus Aumund. Der Unternehmer hatte sich zuvor ein eindeutiges Zahlungslimit gesetzt, die Obergrenze hatte er mit seiner Ehefrau abgestimmt. Doch die Mitbieter, darunter auch das Finanzamt, trieben den Kaufpreis stetig in die Höhe. Günther Claus Aumund stieg aus.

Als seine Frau jedoch erkannte, dass der Hammer des Auktionators beim nächsten Angebot den Zuschlag für einen Mitbieter besiegeln würde, hob sie gegen alle getroffenen Absprachen ihre Hand. "Meine Mutter wusste, dass sich die Pläne meines Vaters, eigene Produktionsstätten für die Fertigung von Förderanlagen und Ersatzteilen einzurichten, mit der Landmaschinenfabrik verwirklichen lassen würden", berichtet Firmen-Chef Franz-Walter Aumund.

Neben der weltweiten Zementindustrie bedient Aumund heute insbesondere Kunden aus dem Bereich der Mineralaufbereitungstechnik, Gießereien, Stahlwerke, Aluminium- und Eisenhütten sowie der Kraftwerksindustrie. Individuelle, technisch ausgereifte Produkte im Bereich der Förder- und Lagertechnik sowie für den Anlagenbau haben dazu beigetragen, Aumund weltweit in hervorragender Stellung zu positionieren. Becherwerke und Plattenbänder aus Konstruktion und Fertigung in Rheinberg sind weltweit anerkannte Individuallösungen.

Die Produkte werden heute in über 100 Länder geliefert. Die weltweite Präsenz des Rheinberger Mittelständlers ist eines der Geheimnisse des unternehmerischen Erfolges: "Das hat in der Vergangenheit oft bedeutet, dass wir schwächere Perioden auf dem einen Markt durch boomende Entwicklungen auf anderen Märkten ausgleichen konnten", so Franz-Walter Aumund.

Komplettiert wird die Aumund-Produktpalette durch die Produkte der Tochtergesellschaften Schade Lagertechnik GmbH & Co. KG in Herne bzw. der englischen Schwester B&W Mechanical Handling Ltd, Ely. Der Vertrieb der Produkte wird durch die weltweiten Niederlassungen und Büros übernommen. Aumund ist in Frankreich, England, USA, Schweiz, Polen, Hongkong, Brasilien, Indien und China durch Vertriebsbüros oder Gesellschaften vertreten. In Rheinberg konzentriert sich Aumund ausschließlich auf den Zusammenbau von Schlüsselkomponenten, die von verschiedenen Lieferanten bezogen werden. Der Standort Rheinberg wird derzeit zusätzlich gestärkt durch die Verlagerung der Produktion der englischen Aumund-Tochter B&W aus Ely nach Rheinberg.