Österreichischer Automobil- und Touring-Club: Mit MFplus zu zentraler Transparenz


Der 1896 gegründete Österreichische Automobil Motorrad und Touring Club (ÖAMTC) ist ein wirtschaftlich und politisch unabhängiges, österreichisches Unternehmen. Der Club beschäftigt mehr als 2.600 Mitarbeiter in den Einrichtungen der jeweils sieben Landeszentralen und Zweigvereinen in Österreich, um für die rund 1,5 Millionen Mitglieder umfassenden Service zu bieten. Das Serviceangebot reicht von der Behandlung unterschiedlichster Probleme, Anliegen und Vorstellungen im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr über die Bereiche Freizeit, Reise, Verkehr und Mobilität. Aushängeschild sind die vom Unternehmen gewährten Pannenhilfen und der Einsatz der Rettungshubschrauber.

Das flächendeckende Stützpunktnetz umfasst zwölf Stadtbüros, 110 technische Stützpunkte und neun Fahrtechnikzentren. Abgerundet wird die Präsenz durch die 14 Standorte der Christophorus Flugrettung, fünf mobile Prüfzüge, 20 Grenzstationen und 16 Reisebüros. Eine derart facettenreiche Organisationsform mit unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen erfordert eine ebenso individuelle IT-Lösung. Seit nunmehr fünf Jahren setzt der ÖAMTC für die Mitglieder- und Beitragsverwaltung auf MFplus, das SAP R/3-Add-On der EMPRISE SYSTEMHAUS GmbH, Limburg.
"Das klassische "Jahr 2000 Problem" war für uns Anlass, uns bereits drei Jahre zuvor mit der Einführung einer neuen IT-Landschaft zu beschäftigen", erinnert sich der SAP-Verantwortliche des ÖAMTC, Michael Machata. Das österreichische Pendant zum deutschen ADAC hatte alle Belange rund um die Mitgliederverwaltung bis zur Abwicklung aller Zahlungsvorgänge mit einer selbst entwickelten Individuallösung abgewickelt. Das Datenhaltungssystem war zum damaligen Zeitpunkt nur zweistellig ausgelegt. Grund genug, mit der Einführung einer komplett neuen Lösung, die drohenden Probleme gar nicht erst zur Entfaltung kommen zu lassen.
"Eine Möglichkeit war schließlich die Einführung von SAP", so Michael Machata. Letztlich befürworteten die Verantwortlichen des ÖAMTC die Einführung von SAP und entschieden sich damit nicht nur für eine leistungsfähige integrierte Lösung, sondern stärkten damit auch den Datenaustausch mit den eher föderal strukturierten Landesverbänden.
Im ersten Schritt wurden die SAP-Module Finanzbuchhaltung (FI) und Controlling (CO) sowie die Materialwirtschaft (MM) eingeführt. Im Jahre 1999 wurden die Lösungen produktiv gesetzt und im gleichen Jahr folgte die Einführung des SAP Vertriebsmoduls (SD). Auf der Suche nach einer leistungsstarken Lösung im Bereich der Mitglieder- und Kundenverwaltung entschied sich der ÖAMTC nach intensiver Prüfung letztlich für die integrierte SAP-Lösung MFplus®. Voraussetzung für die Implementierung der Lösung war die problemlose Anbindung der speziellen NPO-Software an das SAP-Modul Finanzbuchhaltung (FI) durch die Berater der EMPRISE SYSTEMHAUS GmbH.
Die Integration der leistungsstarken Mitglieder- und Vertragsverwaltung in Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung mit mehreren hunderttausend Geschäftsvorfällen pro Jahr konnte ohne konkrete Veränderung organisatorischer Abläufe realisiert werden. Die bestehenden Hardwaresysteme wurden im Zuge des Projektes auf den neuesten Stand gebracht bzw. gegen neue, leistungsfähigere Systeme ausgetauscht und mit einer Oracle-Datenbank ausgestattet. Zudem wurde die Client-Infrastruktur modernisiert.

Nachdem das Projekt "Einführung von MFplus®" von einem bis zu 15köpfigen Team Ende 1998 aufgesetzt und Ende 1999 erfolgreich abgeschlossen wurde, wurden die Mitarbeiter der EMPRISE SYSTEMHAUS GmbH mit der Erstellung von speziellen Neu- und Weiterentwicklungen betraut. "So haben wir in einigen Bereichen jetzt sehr erfolgreich die Mitglieder- und Vertragsverwaltung in Non-SAP-Applikationen integrieren können", so Michael Machata. Zusätzliche Anforderungen stellte die Anbindung von MFplus® als Webservice dar.

Die Entwicklung geht derzeit (Stand: November 2004) weiter: Durch die Verbindung von mobilen Clients und Mitgliederdatenbank wird es den Pannenhelfer des ÖAMTC voraussichtlich im Laufe des nächsten Jahres möglich sein, Personen direkt in MFplus® zu suchen, Personendaten zu ändern oder zu ergänzen, Beitragsdaten zu prüfen und sogar neue Mitglieder zu erfassen. Technisch machbar wäre noch ein weiteres: Daten, die von Pannenhelfern mit Hilfe der mobilen Clients aufgenommen werden, könnten dabei direkt über eine Remote-Anbindung (GPRS) an die MFplus® Datenbank übermittelt werden. Sie durchlaufen dort alle zur Verfügung stehenden Prüfungen (beispielsweise die Dublettenprüfung) und liefern nach erfolgreicher Anlage, Änderung oder Prüfung die entsprechenden Informationen an Pannenhelfer zurück. Spezialprogramme mit den entsprechenden Schnittstellen können so entfallen.

"Die Limburger Berater haben bei der Bewältigung der Anforderungen hervorragende Lösungskompetenz unter Beweis gestellt", zeigt sich Michael Machata in nunmehr über fünf Jahren kontinuierlicher Zusammenarbeit überzeugt von den Qualitäten der EMPRISE SYSTEMHAUS GmbH.